Landschaftsfotografie


Fotos vom Workshop auf Krautsand am 6.6.2015

Diese Aktion-Fotos zeigen, wie ein ungewöhnlicher Blickwinkel, der sehr niedrige oder sehr hohe Standpunkt neue überraschende Fotos hervorbringt.

Und so sehen die Fotos aus den ungewöhnlichen Perspektiven aus:

Neben der Wahl einer ungewöhnlichen Perspektive ist eines der schwierigsten Punkte, die Aufteilung nach dem Goldenen Schnitt oder nach der Drittel-Regel zu beachten. In einigen Fällen konnte man durch eine nachträgliche Beschneidung des Fotos die Bildaufteilung verbessern.

In der Horizontalen liegt der gepflasterte Weg im unteren Drittel.

In der Vertikalen der Leuchtturm in linkes Drittel - der Fluchtpunkt des Weges liegt fast im linken Drittel.

Hier liegen Leuchtturm und die gepflasterte Fläche jeweils in der Teilung nach dem Goldenen Schnitt, die ausgewogener wirkt als die Teilung nach der Drittel Regel.


Hier steht der Leuchtturm ein wenig ausserhalb der Drittel-Linie, aber ansonsten ganz nackt in der Landschaft. Schöner ist es, wenn man etwas zurücktritt und einen Durchblick-Effekt erzeugt. Siehe Foto rechts!

Hier hat es gleich bei der Aufnahme geklappt, der Leuchtturm steht genau auf dem Goldenen Schnitt. Die Blätter links oben und rechts bilden einen schönen Durchblick.


Bei beiden Aufnahmen hat die Anordnung nach dem Goldenen Schnitt geklappt, sowohl in der vertikalen als auch in der horizontalen Aufteilung. Nur in diesem Fotos gibt es keinen Größenvergleich.

Durch diese Personen im Foto erhält man einen Größenvergleich und dieses Kunstwerk wirkt jetzt größer als ohne Personen.


So werden Schiffe am meisten fotografiert: Schiff voll in den Sucher setzten und auslösen. Hier ist sogar der Goldene Schnitt berücksichtigt worden. Ein Wermutstropfen ist jedoch die Aufnahmerichtung mit der Sonne. So sehen Wasser und Wellen eher trist und schmutzig aus.

Wenn man nicht gerade ein Schiffspotter ist (also einer, der nur die Aufnahmen von Schiffen sammelt) dann bekommen die Fotos mit etwas Vordergrund mehr Tiefe und das Schiff einen Bezug zu seiner Umgebung. 



Noch schöner sind Aufnahmen von Wasser und Wellen im Gegenlicht. Dann glitzern und schimmern die Wellen und das Wasser sieht frisch und einladend aus.

Der Vordergrund, hier der Ort auf dem der Fotograf steht, erzeugt eine gewisse Tiefenwirkung und stellt einen Bezug von Betrachter zum Schiff her.



So interessante Fotos bekommt man, wenn man besondere Standorte (hier ganz tief vom Boden aus) einnimmt und ungewöhnliche Blickrichtigen wählt.

Kleine Abweichungen vom Standpunkt und der Ausrichtung der Kamera bewirken dabei oft eine entscheidende Veränderung. Hier wurde darauf geachtet, dass das obere Geländer genau auf die Bildecken zuläuft.


 

Und so sieht das Gebäude von einem "normalen" Standpunkt aus. 

Die Aufnahme lebt aus dem Kontrast oder auch Miteinander der "ruhigen" vertikalen und horizontalen Linien (Blau im Bild unten) und der Diagonale der Treppen (aus Beton und dann aus Eisen) sowie der Diagonalen, die aus der perspektivischen Aufnahme des quadratischen Häuschen (Gelb im Bild unten).



Diese beiden Aufnahmen (die linke stärker als die rechte) wirken durch die konsequente Beschränkung auf horizontale und vertikale Linien. Ein Foto wirkt um so intensiver, je konsequenter es ein formales Gestaltungsprinzip durchhält.

Das können wie oben in den Fotos die Diagonalen sein oder bestimmte Farbkombinationen (z.B. nur warme oder nur kalte Farben).

Bei diesen beiden Aufnahmen tragen ausserdem noch der besonders niedrig gewählte Standpunkt, die Aufnahmerichtung im Gegenlicht (mit den glitzernden Wellen) und der Durchblick-Effekt zur besonderen Bildwirkung bei.


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