Nachtaufnahmen mit Zoom


Wenn wir Abends oder nachts Fotografieren gehen, dann muss natürlich das Stativ mit. Denn wir werden bei wenig Licht mit langen Verschlusszeiten fotografieren.

 

Die 1. wichtige Schritt: 

wir stellend die ISO auf 100.

Denn wir müssen keine Rücksicht auf mögliches Verwackeln nehmen oder auf eine bestimmte Zeit-/Blendeneinstellung achten. Mit der Einstellung auf ISO 100 bekommen wir Aufnahmen in relativ guter Qualität.

 

Die 2. Schritt: bei Moduseinstellung auf Tv bzw. S, eine Sekunde Verschlusszeit einstellen, die Blende kann gern ganz klein werden z.B. 22, dazu auf jeden Fall eine -1,3 LW (Belichtungskorrektur).

Für das rechte Foto ist die Brennweite am Anfang der Belichtung - also auch vor dem Auslösen - auf Weitwinkel (18 mm) eingestellt.

Der 3 Schritt: Den Selbstauslöser einschalten (wenn die Kamera es bietet, auf 2 Sekunden, sonst eben länger).

 

Der 4. Schritt: Sobald man hört, dass der Spiegel hochklappt und damit die Belichtung beginnt, am Zoomring des Objektivs in Richtung Telebrennweite drehen (kann man ja vorher üben). Dabei möglichst gleichmäßig und ruhig drehen, damit die Kamera samt Stativ nicht wackeln.

Die interessanten Variationen entstehen

1. durch die Lage der Lichtpunkt und ob anderer Lichtquellen vorhanden sind.

2. durch die Schnelligkeit des Zoomens am Objektivring.


Hier kann man sehen, mit welchen Effekten man arbeiten kann. Wenn man am Anfang oder Ende der Belichtungszeit - hier waren es 4 Sekunden - wird das Motiv, hier die Häuser, noch einmal deutlicher sichtbar. So entsteht hier der Eindruck als würden die Häuser als FataMorgana im Himmel schweben.


Die Einstellungen zu diesem Foto: Brennweite 35 mm (Vollformat), Kamera auf Stativ (schon fest und sicher), ISO 100, Blende 7,1, -0,7 LW Korrektur (damit das Foto auch so dunkel wird, wie es aussieht), 3,2 Sekunden Belichtungszeit. Der Zoomring wurde in einer Bewegung gedreht.

Eine Variation: den Zoomring in mehreren Etappen zu drehen. Denn jede "Zoompause" erzeugt ein Abbild der Motivs. So entstehen mehrere Geisterbilder, die wie einen Mehrfachbelichtung wirken.