Hafen und Anleger

Häfen und Anleger oder was die Zutaten für ein Wowh-Foto sind!


Häfen und Anleger als Wettbewerbsthema

Bei diesem Thema des Wettbewerbs bei Gurushots hatte ich ein so gutes Gefühl ... Schließlich wohnen wir nicht weit vom Elbe und Nordsee entfernt, überall sind Häfen, von den ganz großen in Hamburg bis zu den Kleinen in Freiburg. Das sollte doch kein Problem werden .... dachte ich .... bestimmt würde ich davon sooooo viele tolle Bilder in meinen Alben auf dem Computer finden. 

 

Erstaunlicherweise war meine Foto-Suche nicht so erfolgreich wie ich dachte. Und meine Fotos haben mich selbst nicht so überzeugt.

Doch daraus habe ich einiges lernen können.

Auf diese Erfahrungsreise möchte ich Dich in diesem Blog einladen, um von den Top-Fotografen und ihren Fotos zu lernen.

 

Mit diesen Fotos ging ich also an den Start diese Wettbewerbs:

Alle Fotos sind Querformat und nur hier in der Übersicht auf ein Quadrat beschnitten!

 

 

Ganz links:

Der Anleger von Krautsand, aufgenommen mit der Kamera über Kopf, so dass diese fluchtenden Linien besonders stark herauskommen.

2. von links: Der Hafen von Rostock mit diesen wunderschönen Speichergebäuden. So eine Farbe fällt auf!

3. von links:

Die Containerkräne im Hamburger Hafen. Eine Aufnahme am späten Nachmittag.

Rechts:

Ebenfalls die Kräne in Hamburg aufgenommen am frühen Abend, allerdings mit viel nicht so dramatischem Himmel.

 


Doch anders als bei anderen Wettbewerben

purzelten die "Votes", die Punkte von den anderen,

nicht so schnell herein.

 

Also nahm ich die nächste Gelegenheit war,

um eines der Fotos auszutauschen.

Inspiration von den Besten

Mein zweiter Anlauf

Dazu schaute ich mir die Fotos der Teilnehmer an der Spitze an.

Hier links habe ich einen Ausschnitt der 3. Besten abgebildet.

 

Und da fallen diese Besonderheiten sofort auf:

  1. Alle Fotos sind bei Sonnenauf- oder Sonnenuntergang oder bei besonderen Wolkenkonstellationen aufgenommen worden.
  2. Bei allen Fotos wurde auf eine perspektivische Wirkung geachtet.
  3. Bei vielen Fotos kommt auch noch eine Spiegelung im Wasser dazu.
  4. Ebenfalls viele der Aufnahmen sind mit Langzeitbelichtung, vermutlich in Verbindung mit ND-Filtern fotografiert worden.
    (Lange Belichtungszeiten ab 30 Sekunden und länger)

Das war nun ein klares Statement. Da muss ich auch hinkommen, wenn ich unter den Besten landen will. 

Also durchsuchte ich meine Alben nach entsprechenden Aufnahmen. Bisher habe ich noch nicht so viele Langzeitaufnahmen bei Sonnenuntergang gemacht. So ein Sonnenuntergang geht so unglaublich schnell. Das merkst Du besonders, wenn Du Langzeitaufnahmen machen willst. 

 

Ich fand also eine Aufnahme, die ich an der Oste gemacht hatte. eigentlich weniger wegen der Anlegestelle, sondern weil ich das Wasser durch die Langzeitbelichtung so glatt haben wollte.

 

Somit erfüllt diese Aufnahme nur drei der "erforderlichen" Kriterien. Aber wie Du siehst ist dieses Fotos in meinem Ranking auf Platz 2 aufgestiegen.



DieTop-Kriterien für Aufnahmen, die Betrachtern eine "Wowh" entlocken!

Der erste Schritt zu aufregend schöneren Fotos:

 

bei allen schönen Sonnenuntergängen raus und fotografieren, die Landschaft, Gebäude, Blumen, Gräser .... alles sieht so viel schöner aus, wenn im Hintergrund die Sonne am rotgefärbten Himmel untergeht. Am besten, wenn sie schon untergegangen ist. Natürlich in Richtung untergegangene Sonne – also ins Gegenlicht – fotografieren. Dabei musst Du etwas mit der ±–Belichtungskorrektur experimentieren. Auch der Weißabgleich kann bei den Aufnahmen zu schöneren wärmeren Farben verhelfen: auf "Wolken" oder "Schatten" stellen.

 

Zweite Maßnahme:

 

Schau, ob in Deiner Umgebung (oder am Urlaubsort) in Richtung Sonnenuntergang (Sonnenaufgang für Frühaufsteher) eine Wasserfläche, ein Fleht, ein Fluss, ein See, das weiter Meer liegt. Denn die Spiegelungen von Sonne und Wolken oder Deinen Motiven im Wasser bringen immer Pluspunkte. Denn viele Knipser sehen diese Spiegelungen nicht und schneiden sie bei ihren Fotos ab.

 

Dritter Schritt zum tollen Foto:

 

Wie Du oben gesehen hast, erhalten Aufnahmen, die den Blick des Betrachters in die Tiefe des Bildraumes ziehen, mehr Aufmerksamkeit.

Dafür eignen sich als Motive Straßen, Brücken, Geländer, Stege, Trampelpfade, Pollerreihen, kleine Rinnsale, etc. die in Richtung Sonnenuntergang (bzw. Sonnenaufgang) ausgerichtet sind. Die werden zu Deinen perspektivischen Linien, die ins Bild hineinlaufen.

 

Und nun das Sahnehäubchen für das "Wowh":

 

Das ist die Langzeitbelichtung. Die lange Belichtungszeit lässt das Wasser ganz weich aussehen, es macht die Oberfläche zu einer glatten schimmernden Oberfläche (bei stürmischen Wellen formt es sie auch zu neuen dramatischen Figuren). Das geht nur mit einem Stativ und möglichst Fernauslöser (oder Aufnahmen mit Selbstauslöser). Die ISO auf 100 einstellen. Wenn bei Verschlusszeiten von 30 Sekunden die Umgebungshelligkeit zu groß ist und damit das Foto überbelichtet ist, brauchst Du zusätzlich einen ND-Filter. ND ist die Abkürzung für neutrale Dichte. Dieser nimmt einfach Licht weg, so dass Du eine lange Verschlusszeit einstellen kannst, ohne dass das Foto überbelichtet wird.

Natürlich wurden alle Fotos der Besten des Wettbewerbs nachbearbeitet. Doch auch ohne oder mit wenig Nachbearbeitung werden Deine Fotos mit diesen 4 Punkten zu echten Hinguckern!


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