Kamera-Einstellung

Wie Du schnell die besten Einstellungen für Deine Aufnahme findest!


Heute möchten wir auf die Kommentare zur Frage (aus unserer Befragung vom September 2016)

„Bei welchen Funktionen und Einstellungen an Deiner Kamera bist Du unsicher?“ eingehen.

Für alle, die ständig Fotografieren und schon den Durchblick haben, gibt es demnächst mehr ….!

 

Beispielhaft für die Antworten auf diese Frage stehen diese Kommentare hier: 

Leider (bei) sehr vielen (Einstellungen), weil ich länger nicht fotografiert habe“

„Nach längerer Fotografierpause finde ich die Einstellungen nicht wieder“. 

„(bin unsicher) schnell die richtigen Einstellungen (zu) finden“:

 


So findest Du schnell die beste Einstellung

Für alle Fälle von Unsicherheit, welches Aufnahmeprogramm, welche Blende, welche Verschlusszeit, welche ISO … gibt es eine

einfache Vorgehensweise

 

Gehen wir mal davon aus, dass Du die Kamera zückst, weil Du gerade ein tolles Motiv entdeckt hast. Eine schöne Landschaft, Enten die sich auf einer glitzernde Wasserfläche tummeln, von der Sonne beleuchtete Herbstblätter. Damit ist das Motiv schon mal klar.

 

Stelle Deine Kamera am Wahlrad auf P (wie Programmautomatik), ISO auf AUTO (geht leider nicht bei allen Kameras!)

Mit dieser Einstellung machst Du erst einmal ein paar Aufnahmen mit jeweils einem etwas unterschiedlichem Bildausschnitt!

Selbst wenn man sich diese Aufnahmen auf dem Kamera-Display anschaut, siehst Du ja leider nicht, was alles scharf abgebildet wurde und ob die Bewegung der Enten verwischt ist oder nicht.

 

Deshalb drehe jetzt an dem kleinen Wahlrad mal in die eine und in die andere Richtung:

Bei Canon-Kameras ist es vorn vor dem Auslöser,

bei Nikon meist hinten rechts vom Sucher,

einige Kameras haben zwei davon (z.B. bei der Olympus, dort das hinter Rad).

 

Bei jeder Einstellung mache eine Aufnahme von dem Motiv.

Das geht sehr schnell, weil Du die Kamera nicht vom Auge nehmen musst um auf dem Display nach irgendwelchen Einstellungen zu suchen.

 

In den Sucher-Anzeigen  kannst Du sehen, dass sich Blenden- und Zeitanzeigen verändern.

 


Was passiert dabei?

 

Durch das Drehen an dem kleine Rädchen wird der Program-Shift  aktiviert. Das bewirkt, dass sich die Blende und Verschlusszeit immer passend zu Helligkeit vor Ort verändern. So bekommst Du Aufnahmen mit unterschiedlichen Verschlusszeiten und unterschiedlichen Blenden.

 

Die unterschiedlichen Verschlusszeiten könnten Dir z.B. helfen, die richtige Zeit für die herum schwimmenden Enten zu finden, je nach dem, ob Du sie alle scharf haben möchtest oder einige mit deutlich verwischter Bewegung.

 

Bei den unterschiedlichen Blenden kannst z.B. ein Foto mit überwiegend  scharf abgebildet Zweigen auswählen oder eines, in dem nur ein Motivteil scharf zu sehen ist vor unscharfem Hintergrund.

 

Denn durch der veränderten Blenden hast Du die Schärfentiefe verändert.


Die Belichtung im Griff haben

Es gibt aber noch eine Einstellung, auf die man nicht verzichten kann, und das ist die Belichtungskorrektur.

 

Die meisten Kameras haben dafür eine besondere Taste, auf der „AV±“ oder einfach nur „±“ steht.

  

Denn wenn Du Aufnahmen von einer Landschaft machst, ist fast immer auch der helle Himmel im Hintergrund im Bild.

Die automatische Belichtungssteuerung der Kamera macht aus Deinem eigentlichen Motiv (hier die Sonnenblumen) und diesem sehr helle Himmel-Anteil im Foto einen Mix.

Und dieser Mix führt fast immer dazu, dass die dunkleren Bildelemente noch dunkler werden.

 

Mit der AV±-Taste bzw. der ±-Anzeige und dem Dreh am kleinen Wahlrad kannst Du die Aufnahme wie gewünscht aufhellen.

Du drehst also in die +-Richtung zwischen 1/3 und 1 LW, bis Dir das Foto gefällt. 


So geht das bei Canon-Kameras

 

 

 

Bei den 3- und 4-stelligen Canon-Kameras drückst Du diese Taste (die Du gedrückt halten musst) und drehst gleichzeitig an dem kleinen Wahlrädchen  (das gleichen wie oben) , damit veränderst Du die Helligkeit auf dem ganzen Fotos. 

 

In die + -Richtung wird das Bild heller – bei - wird's dunkler.


So geht es bei Nikon-Kameras

Bei den 3-stelligen Nikon-Kameras kommst Du immer über die i-Taste (hier in der Abbildung unten in der Mitten angezeigt) in das Einstellmenü.

 

Mit den Pfeiltasten bei der OK-Taste kannst Du den Cursor nach unten zu der

± -Anzeige (rot eingekreist) bewegen. 

 

Dann kannst Du wieder mit dem hinteren Wahlrad (wie oben) die ±-Einstellung verändern.


 Diese beiden Einstellungen: Programm-Shift und Belichtungskorrektur sind die ersten und ganz wichtigen Schritte wenn Du wieder neu in das schöne Hobby Fotografie einsteigen willst.


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