Belichtungskorrektur

3 Dinge, die sich durch eine Belichtungskorrektur ändern?


Mit der ± Korrektur können wir den Helligkeitsbereich im Foto nach oben (+ und heller) bzw. nach unten (- und dunkler) verschieben. Eine Einstellung, die man bei hellem Himmel (siehe meine beiden Fotos aus San Francisco), bei weißen (z.B. Schnee und Sand) oder schwarzen Motiven (schwarze Autos, schwarze Katzen, Nachtaufnahmen, etc.) sehr oft einsetzt.

Was verändert sich in den Einstellungen der Kamera dabei?

 

Eine sehr gute Frage, denn das hängt ganz von Ihren Vor-Einstellungen ab.

Denn die Belichtung setzt sich aus drei Einflussfaktoren zusammen: 

1. der Empfindlichkeit des Bildsensors, die ISO,

2. die Verschlusszeit in Sekunden und 

3. die Blende

 

Fall 1: Sie möchten ein Portrait fotografieren. Dazu haben Sie das Modus-Wahlrad auf A bzw. Av gestellt und die Blende ganz weit geöffnet, also eine kleine Blendenzahl (z.B. 3,5 oder 4,0 oder 4,5) eingestellt. Die ISO steht auf AUTO. 

Nehmen wir für Ihr Foto an, dass der Hintergrund sehr hell ist. Die Kamera mischt automatisch die unterschiedlichen Helligkeiten von Hintergrund und Vordergrund - also Ihrem Portrait - zusammen. Das Ergebnis ist ein zu dunkles Gesicht.

Also möchten Sie die Belichtung heller einstellen. Dazu machen Sie eine Korrektur auf +1.0. Die Kamera kann nun mit den beiden nicht festgelegten Faktoren auf diese Korrektur reagieren, also mit der ISO oder mit der Verschlusszeit oder beiden.

Dann sollten Sie aufpassen, dass die Verschlusszeit nicht zu lang wird und  die Portraitfotos nicht verwackeln. 

 

Fall 2: Sie fotografieren spielende Kinder und haben dafür die Einstellung Tv bzw. S gewählt. Sie haben die Verschlusszeit auf  1/500 Sekunden eingestellt, damit die Bewegungen nicht verwischt werden. Die ISO, also die Empfindlichkeit des Bildsensors haben Sie auf ISO 100 gestellt, damit das Bild auch schön klar und scharf wird.

 

In diesem Fall haben Sie schon zwei der drei Faktoren festgelegt, nämlich ISO und Zeit. Wenn Sie also die ± Korrektur verändern, z.B. in + 0,7, dann wir die Blende weiter geöffnet, um mehr Licht auf den Bildsensor fallen zu lassen als ohne Korrektur. Bitte darauf achten, dass die Anzeige der Blende im Sucher nicht blinkt. Denn das heißt, dass die Blende nicht mehr größer eingestellt werden kann und damit das Foto falsch belichtet wird.

Dann müssen Sie einen der beiden anderen Faktoren ändern. In diesem Fall am besten die ISO, z.B. auf ISO 400 einstellen.

 

Fall 3: Sie fotografieren in der Einstellung P (=Programmautomatik) und haben die ISO auch auf AUTO eingestellt. Wenn Sie jetzt die Belichtungskorrektur verwenden, ändert die Kamera je nach Umgebungshelligkeit  die Blende, die Zeit und die ISO. Wenn es eher dunkel ist, dann kann oft die Blende nicht weiter geöffnet werden, also kann sie nicht mehr geändert werden. Dann wird die ISO angehoben und ggf. auch die Verschlusszeit.

 

Sie sehen also, dass Sie es ganz in der Hand haben, welche der drei Faktoren der Belichtung Sie bestimmen wollen und welche Sie der Kamera überlassen wollen.


In meinem Fall der Fotos aus San Francisco hatte ich die Kamera auf Programmautomatik (P) gestellt.

Die Einstellungen des linken Fotos sind: ISO 200, Blende 6,3, Zeit 1/250 sec;

die des rechten Fotos mit der Korrektur: ISO 200, Blende 5, Zeit 1/160 sec.

Die Blende wurde um zwei Drittel-Schritte vergrößert und die Zeit um 2 Drittel-Schritte verlängert. 


Welche der Einstellungen haben Sie schon verwendet? Sind dabei Probleme aufgetreten? Wenn ja erzählen Sie mir bitte im Kommentar-Feld, was Sie dabei erlebt haben.

Haben Sie andere Fragen zur richtigen Belichtung Ihrer Fotos? 

Dann freue ich mich auf Ihre Fragen, die ich gern beantworten möchte.

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